Die heutige Gemeinde Heimenhausen entstand am 1. Januar 2009 aus den
Einwohnergemeinden Heimenhausen und Wanzwil, sowie aus der gemischten
Gemeinde Röthenbach b.H. In der Neuzeit ist es im Kanton Bern die erste
Fusion von drei Gemeinden. Bereits vor der Fusion hatten die Gemeinden eine
gemeinsame Gemeindeschreiberei. Nachdem sich zuerst im Jahre 1999 die
Verwaltungen von Heimenhausen und Wanzwil zusammengeschlossen haben, kam
im Jahre 2003 auch noch Röthenbach dazu.
Die heutige Gemeinde Heimenhausen setzt sich aus drei Ortsteilen zusammen:
Röhenbach b.H:
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Röthenbach erfolgte 1224 unter
dem Namen Rottenbach. Röthenbach ist urkundliche der älteste Ortsteil der
Gemeinde Heimenhausen. Später erschienen die Bezeichnungen Rothenbach (1252),
Rötenbach (1261) und Rotebach (1276). Der Ortsname ist wohl ursprünglich auf
einen Gewässernamen und den darin vorkommenden Rotforellen zurückzuführen.
Röthenbach unterstand seit dem Mittelalter der kyburgischen Grundherrschaft
Herzogenbuchsee. Später gelangte das Dorf dann unter die Herrschaft von Bern
und wurde der Landvogtei Wangen (später Amtsbezirk Wangen) zugeteilt, was bis
heute bestehen blieb. Röthenbach war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts
vorwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Auch heute haben Ackerbau, Forstwirtschaf
und Viehzucht nebst dem lokalen Kleingewerbe noch einen gewissen Stellenwert in
der Erwerbsstruktur der Gemeinde.
Wanzwil
Unter dem Namen Wanzewile erfolgte im Jahre 1264 die erste urkundliche Erwähnung
von Wanzwil. Später tauchten auch noch die Namen Wanzwile (1300), Wantzwile (1356),
Wanczwil(1385) und Wantzwil (1407) auf. Der Ortsname selber geht auf den althochdeutschen
Personennamen Wanzo zurück und bedeutet demnach „beim Gehöft des Wanzo".
Seit dem Mittelalter unterstand Wanzwil der kyburgischen Grundherrschaft Herzogenbuchsee
und teilte deren Schicksal. Wie auch schon Röthenbach unterlag das Dorf 1406 der
Herrschaft von Bern und wurde der Landvogtei Wangen und damit dem Gerichtsort
Herzogebuchsee zugeordnet.
Heimenhausen
Das Gemeindegebiet von Heimenhausen war schon früh besiedelt, so fand man unter
anderem verschiedene Siedlungs- und Wegspuren aus der Römerzeit. Unter dem Namen
Heimenhusen wurde das Dorf 1328 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Der Alemanne Heimo oder einer seiner gleichnamigen Vorfahren gab dem Dorf seinen Namen.
Heimo bedeutet „bei den Häusern" oder „der im Hause waltende Mann". Nachzulesen in den
alten Urkunden im Stiftarchiv St. Gallen. Im Laufe der Jahre tauchten verschiedene Bezeichnungen
auf wie etwa Heimhusen (1347) und Heymenhusen (1385). Wie auch schon die beiden anderen
Dörfer unterstand Heimenhausen der kyburgischen Grundherrschaft Herzogenbuchsee und
wurde ebenfalls im Jahr 1406 unter die Herrschaft von Bern gestellt.